KörperlIch Projekt

Die Frage nach dem Zusammenhang von Körper und Seele wirft Fragen auf, die schon die antiken Philosophen beschäftigten. Obwohl wir in unserem eigenen, tagtäglichem Erleben immer wieder feststellen, wie stark sich Körper und Psyche gegenseitig beeinflussen, sind viele Lebensbereiche von dualistischen Betrachtungsweisen geprägt. Als zukünftige Therapeuten und Ärzte, möchten wir uns dafür einsetzen, dass ganzheitliche Betrachtungsweisen des Menschen sowohl in der Ausbildung, als auch in der Behandlung stärker Einzug nehmen.
Hierfür erscheinen uns der Praxis-Bezug, als auch die Beschäftigung mit ganzheitlichen körperorientierten Therapie-Verfahren wichtige ergänzende Elemente des psychologischen und medizinischen Studiums zu sein.

Mit Veranstaltung der Tagung „Körperlich“ wollen wir genau dafür Räume schaffen und Impulse setzen für ein ganzheitliches Verständnis der Psychologie. Über fünf Tage werden wir für 75 Teilnehmer die Möglichkeit geben, persönlichen Fragen in Bezug auf die Wechselwirkung zwischen Körper und Psyche nachzugehen. 
Dabei ist es uns wichtig, auf folgende Aspekte einzugehen:

  • Selbsterfahrung: In erster Linie geht es uns um das eigene Erleben: Praktische Workshops geben den TeilnehmerInnen die Möglichkeit verschiedene integrative Therapie-Formen selbst kennenzulernen. Es wird sowohl vertiefende- als auch Workshops zum einmaligen Hineinschnuppern geben.
  • Theorie: In Vorträgen und Seminaren wollen wir uns mit grundlegenden Fragen auseinandersetzen: Lassen sich Krankheit und Gesundheit, Wahnsinn und Normalität klar voneinander abgrenzen? Was heißt es eigentlich, Arzt oder Therapeut zu sein? Welche Rolle spielen gesellschaftlich-kulturelle Faktoren bei einer Therapie?
  • Praxis: In den Workshops und durch Kontakt mit erfahrenen Therapeuten besteht die Möglichkeit, erste Eindrücke aus der Praxis zu gewinnen. In diesem Zusammenhang interessiert uns hier die Ausbildung von kommunikativen Kompetenzen für ein gesundes Arzt-Patienten-Verhältnis oder die Frage nach Selbsthygiene in psychotherapeutischen Berufen.
  • Vernetzung: Durch den heterogenen Hintergrund aller TeilnehmerInnen und WorkshopleiterInnen erhoffen wir uns und euch Begegnungen, Austausch und Diskussionen weit über alle Fächergrenzen hinaus, die dem interdisziplinären Charakter von Psychologie Rechenschaft tragen.
  • Partizipation: Wir wollen die übliche Trennung von Organisatoren und Teilnehmern aufbrechen. Daher sind alle dazu eingeladen, die Körperlich-Themenwoche nach den eigenen Vorstellungen mitzugestalten. Hierfür werden wir zahlreiche Freiräume zur Verfügung stellen.

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Kontakt unter: info.koerperlich[at]uni-wh.de