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VW: Vertiefungsworkshop; SW: Schnupperworkshop; FN: Freier Nachmittag
Wie oft meinen wir, uns „verteidigen“ zu müssen, und schlagen dabei (mit Worten und Blicken) um uns, werden damit also selbst wieder zum „Angreifer“?
Wie oft verzichten wir „um des lieben Friedens willen“ darauf, für das einzustehen, was uns wichtig ist – und verraten uns damit selbst?
Wie oft versuchen gerade wir Heilberufler, das Beste für unsere Patienten zu tun und geben dabei unser eigenes (körperliches, seelisches, energetisches) Gleichgewicht auf – bis wir um dieses „ringen“ müssen und vielleicht selbst Hilfe brauchen?
Diese Verhaltensweisen sind mir sehr vertraut – vielleicht geht es Euch ähnlich..?
Von unseren uralten Mustern im Umgang mit „Bedrohungen“
Wir leben glücklicherweise in einer Gesellschaft, in welcher der körperliche Kampf auf Leben und Tod selten geworden ist. Dafür kämpfen wir heute mit Worten um Status, Ansehen und Einkommen. Dieses tägliche Ringen gehorcht oft den gleichen archaischen Gesetzmäßigkeiten – nämlich denen von „Kampf oder Flucht“ und „siegen oder besiegt werden“. Dabei erscheint es undenkbar, vollkommene Selbstbehauptung und gleichzeitige liebevolle Annahme des Gegenüber zu vereinen; wir neigen dazu, uns entweder auf Kosten des anderen zu „verteidigen“; oder aber dazu, den anderen nicht verletzen zu wollen und dabei selbst „zurück zu stecken“. Beides führt zu Leid. Darüber hinaus verhalten wir uns oft auch ganz allgemein in „stressigen Situationen“ so, als müssten wir „kämpfen“, um ein Problem zu lösen und unser Wohlergehen zu „verteidigen“. Ich glaube, dass wir uns dabei deutlich öfter als nötig in einen „Kampf“ begeben, was ganz klar unnötig viel Stress und verschwendete Energie bedeutet. Kein Wunder, dass immer mehr Menschen an „Burn out“ leiden...
Geht es auch anders? Aikido ist eine Selbstverteidigungskunst mit dem Ziel, Probleme zu lösen, ohne kämpfen zu müssen – und damit völlige Selbstbehauptung, minimalen Energieaufwand und Schonung unserer Mitmenschen vereint. Mit Aikido-Techniken kann man dieses Ziel in einer körperlichen Auseinandersetzung erreichen, was uns als Therapeuten eher wenig nützt; die Prinzipien des Aikido lassen sich jedoch ohne weiteres auf jede beliebige „bedrohliche Alltagssituation“ übertragen. Im Workshop werden wir in einfachen Körper- und Meditationsübungen erspüren, in welchen Situationen wir zu „kämpfen“ beginnen, welche Folgen dies hat – und was wir stattdessen tun können; mit welcher „inneren Haltung“ wir erfolgreich und gesund durchs Leben gehen können.
Ich heiße Christoph Colling, bin 1983 geboren, Arzt in München, Doktorand an der TUM und Dozent für Naturheilkunde in der interdisziplinären Schmerzambulanz der LMU sowie Mitglied in der Kerngruppe der Bewegung „Medizin und Menschlichkeit“.
Sportlich bin ich Träger des 1. Dan Aikido, besitze die Trainer-C-Lizenz Aikido und Übungsleiter-B-Lizenz „Sport in der Prävention“, bin Referent für „Gesundheit und Sport“ beim Bayerischen Landessportverband.
Ich freue mich auf Euch!
Euer Christoph
(Mit) Leichtigkeit lernen – Einführung in die AlexanderTechnik
Die AlexanderTechnik hilft, Gewohnheiten zu erkennen und übermässsige Spannung in eine integrierte Körperlichkeit zurückzuführen.
Verbal und mit Hilfe ihrer Hände vermittelt die AlexanderLehrerin grundlegende Prinzipien menschlicher Koordination und führt die SchülerInnen zu einer Erfahrung von geöffneter Wahrnehmung und einer leichten, unangestrengten Bewegung. Die Entwicklung eines guten Gebrauchs beim Lernen verbessert unsere Lernfähigkeit, Reaktionen und Reflexe werden präziser, Stress reduziert sich auf ein Minimum, und seine wacher Ruhe gibt uns die Möglichkeit, neue Informationen zu verarbeiten.
Wir arbeiten mit Wahrnehmungsspielen, Bodymapping und einfachen Berührungen zum Thema.
Die AlexanderTechnik, benannt nach ihrem Begründer Frederick Matthias
Alexander, ist eine HANDwerks-Kunst, die unsere Wahrnehmung und
Koordination schult. Sie bringt uns in Kontakt mit unseren inneren
Unterstützungsmechanismen (primary movement) und lehrt, diese mittels
gedanklicher Anweisungen (directions) zu aktivieren. Dabei werden
gewohnheitsmässige Reaktionen, die eine übermässige Spannung oder einen
dysfunktionale Gebrauch beinhalten, erkannt und innegehalten. So kommen
wir zu einem ausgewogenen Kontakt zu uns und anderen, einer natürlichen
Aus- und Aufrichtung, Präsenz und Spontaneität.
Der Kurs richtet
sich an alle, die eine einfache Methode zur Eigenpflege suchen und/oder
einen Weg kennen lernen wollen, der zu tiefgreifenden Kontakt zu
PatientInnen, Angehörigen oder KollegInnen führt.
Wir werden im Kurs folgende Inhalte erforschen - und kinästetisch erfahren:
Irene Schlump hat zunächst eine Ausbildung zur Krankenschwester abgeschlossen und im Zentrum für Psychiatrie gearbeitet. Dann folgte ein Studium für Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum und die Arbeit als Regieassistentin und freie Schauspielerin. Von 2002 bis 2006 absolvierte sie die Ausbildung zur Lehrerin für F.M. AlexanderTechnik bei der Alexander Alliance (USA/Deutschland/Japan) und unterrichtet seit 2007 im "Raum für AlexanderTechnik" im OskarKulturhaus in Bochum. Sie arbeitet in verschiedenen Einrichtungen der Erwachsenbildung wie dem Freien Bildungswerk oder dem Figurentheater-Kolleg mit Gruppen zu verschiedenen Themen. Sie ist Living In A Body™ Instructor, gibt Einzelunterricht und arbeitet in verschiedenen Theaterproduktionen.
Homepage: www.alexanderalliance.de/irene_schlump
In dem Seminar wollen wir unseren Umgang mit häufigen Krankheiten in der hausärztlichen Praxis zeigen.Wir werden zusammen erarbeiten, wie altes, naturheilkundliches Wissen mit Hilfe der Anthroposophischen Medizin verstanden werden kann. Im gemeinsamen Üben können Sie die wohltuende Wirkung einiger äußerer Anwendungen wie z.B. den Zitronenwickel erleben.
Dr. med Maria Bovelet:
Hausärztin mit Schwerpunkt Anthroposophische Medizin, Homöopathie, Mitglied im erweiterten Vorstand der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Dtl. (GAÄD)
Sabine Deutsch:
Kinderkrankenschwester, z.Zt. Mitarbeit in der Praxis von Fr. Dr. Bovelet. Zusammen arbeiten wir daran, die Anthroposophische Medizin in Theorie und Praxis zu unterrichten, d. h. am eigenen Leibe erfahrbar zu machen.
Im Vertiefungsworkshop zur Anthroposophischen Medizin wird das anthroposophische Präventions- und Krankheitsverständnis erörtert. Warum erkrankt der Mensch? Wie stark sind die Einflüsse des jedes einzelnen von uns auf seine/ihre Gesundheit? Rudolf Steiner führt die Erkrankungsmöglichkeit des Menschen auf die Tatsache zurück, dass dieser "geist- und seelenfähig" ist. Was aber heißt das - wie lässt sich das Zusammenwirken von Geist, Seele und Leib in Gesundheit und Krankheit verstehen?
Wie ließe sich dann konkret das "anthroposophisches Paradigma" für die Medizin beschreiben?
Dr. med. Michaela Glöckler: Studium der Medizin, Weiterbildung zur Kinderärztin am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke und der Universitätsklinik in Bochum. Zehnjährige kinder- und schulärztliche Praxis. Seit 1988 Leitung der medizinischen Sektion am Goetheanum, Freie Hochschule für Geisteswissenschaft, Dornach/Schweiz.
Vortragstätigkeit im In- und Ausland. Zahlreiche Publikationen: „Elternsprechstunde“, „Elternfragen heute“, „Medizin an der Schwelle“, „Begabung und Behinderung“ uvm. (www.urachhaus.de/urheber/michaela-gloeckler)
Martin-Günther Sterner: Chefarzt der Medizinischen Klinik I (Klinikum Niederlausitz)
Facharzt für Innere Medizin/Gastroenterologie
Facharzt für Allgemeinmedizin, Manuelle Medizin, Naturheilverfahren, Notfallmedizin
Heilkost und Lebenskunst für Körper und Geist
Ayurveda, die alte Medizin Indiens umfasst ein ganzheitliches Ernährungssystem, welches auf die Gesunderhaltung und Heilung des Menschen ausgerichtet ist. Grundlage der wirkungsvollen Ayurveda-Ernährungstherapie ist der individuelle Einsatz von Nahrungsmitteln, Gewürzen und Zubereitungsformen, welche das physische und psychische Gleichgewicht erneuern.
Die international bekannte Ayurveda-Expertin und Buchautorin Kerstin Rosenberg vermittelt in ihrem Workshop die Grundlagen der ayurvedischen Ernährung lebendig und praxisnah. Sie zeigt, wie die täglichen Speisen auf die individuelle Konstitution abgestimmt werden können und gibt viele Beispiele aus ihrer therapeutischen Ernährungsberater-Praxis. Eine Zubereitungs-Demo und kleine Geschmacksproben zeigen, wie einfach es ist, sich nach ayurvedischen Prinzipien gesund und ganzheitlich zu ernähren.
Homepage: www.ayurveda-akademie.org
In unserem klinischen Alltag ist Berührung etwas Zweckgebundenes: Der Arzt „palpiert“ den Unterbauch, der Pfleger „lagert“ den Patienten. Dabei stellt sich die Frage: Wie können wir sensibel werden für das, was unsere Berührung beim Patienten auslöst? Können wir mit Berührung selbst eine therapeutische Wirkung entfalten? w
Dieses Seminar lädt dazu ein, sich in einer grundlegenden menschlichen Fähigkeit zu üben – im Berühren. Wir werden versuchen, verschiedene Qualitäten der Kommunikation über die Berührung zu erfassen und gegenseitig zu erfahren. Um in die konkrete Praxis zu kommen, werden die Teilnehmer einzelne Griffe aus der rhythmischen Massage aneinander üben. Diese von Dr. Ita Wegman entwickelte Massageform gehört zu den Therapiemethoden der anthroposophischen Medizin. Ihr Ziel ist es, durch wärmende, belebende Griffe die Eigenaktivität im Organismus und seine Selbstheilungskräfte anzuregen. Ziel des Workshops wird es sein, die sogenannte „Rhythmische Einreibung im Pentagramm“ zu üben, einer den ganzen Körper einhüllenden Therapieeinheit für geschwächte Patienten.
Bitte lockere Kleidung mitbringen.
Charlotte Allmer: Diplom Biodynamische Körperpsychotherapeutin, Lebens- und Sozialberaterin. Diplom Rhythmische Masseurin, Heilmasseurin u. med. Bademeisterin.
Instructor f. Touch for Health, Advanced level 3 in 1, pädagog. Kinesiologie u. a.
MSc für integrative, psychosoziale und komplementäre Gesundheitswissenschaften.
Als Mensch habe ich die Möglichkeit mich über meine Kräfte hinaus zu verausgaben. Starke seelische Erlebnisse können mir Kraft nehmen, ja bis zu einer körperlichen Krankheit führen.
Wie lässt sich das Zusammenwirken von Geist, Seele und Leib in Gesundheit und Krankheit verstehen? Warum erkrankt der Mensch? Habe ich einen Einfluss auf meine Gesundheit? Anhand der dieser Fragen soll einführend das anthroposophische Präventions- und Krankheitsverständnis erörtert werden. Weitere Fragen der Teilnehmer werden gerne aufgenommen.
Dr. med. Michaela Glöckler: Studium der Medizin, Weiterbildung zur Kinderärztin am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke und der Universitätsklinik in Bochum. Zehnjährige kinder- und schulärztliche Praxis. Seit 1988 Leitung der medizinischen Sektion am Goetheanum, Freie Hochschule für Geisteswissenschaft, Dornach/Schweiz.
Vortragstätigkeit im In- und Ausland. Zahlreiche Publikationen: „Elternsprechstunde“, „Elternfragen heute“, „Medizin an der Schwelle“, „Begabung und Behinderung“ uvm. (www.urachhaus.de/urheber/michaela-gloeckler)
Im täglichen Klinikalltag fehlt die Zeit, sich dem Patienten persönlich zu widmen und die zeitlichen Anforderungen eines Arztes in Einklang zu bringen.
Clowning hilft, den Fokus zu ändern, sensibel zu werden, Augenblicke zu teilen und Momente wahrzunehmen und diesen Bedeutung zu schenken.
Was Euch erwartet:
Jede Menge Spass. Kurze Einführung in die Clownerie; Dazu gehört Körperarbeit, clowneske Impro- und Theaterübungen.
Ziel der Arbeit:
Die Zwischentöne wahrzunehmen, und den Zugang zum Patienten durch eine neu gewonnene Perspektive zu kultivieren.
Anforderungen:
Neugierde, bequeme Kleidung, etwas zu trinken.
Katharina Steinfest: Jahrgang 1984
Ausbildung zur "Clown, Theater, Komik"- Darstellerin und Fortbildung zum Klinikclown am TuT, Hannover (staatlich anerkannte Berufsfachschule) sowie im Bereich "Kultur und Behinderung" bei Plateforme, Lyon.
Sängerin im Gesangsduo "Pentola Musica".
Studentin der Psychologie.
Achtsame Kommunikation als Grundlage
Kommunikation in einer interdisziplinär zusammengesetzten Gruppe gestaltet sich nicht immer konfliktfrei und erfolgreich. Dies liegt unter anderem daran, dass wir die Stimme des Anderen nicht tiefgreifend wahrnehmen. Viel zu sehr sind wir damit beschäftigt, unsere Meinung zu begründen und zu verteidigen, anstatt Interesse an der anderen, eventuell konträren Position zu zeigen. Kazuma Matoba, Kommunikationswissenschaftler und Dialogtrainer, führt den Anspruch eines gelungenen dialogischen Gesprächs auf, der neben dem bewussten Sprechen und Zuhören vor allem darin liegt, die eigene Meinung in der Schwebe zu halten und anderen Personen mit ihren Erfahrungen vollen Respekt entgegenzubringen.
Bei integrativer Medizin geht es um Integration zwischen Körper, Geist und Seele und Integration zwischen Schulmedizin und alternativer Medizin. Die Integration auf der zwei Ebenen: integrative Anschauung des Menschen und integrative Zusammenarbeit verschiedenen Behandelnden gelingt durch dialogische Kommunikation, die in dem Workshop „Dialogprozess“ gefördert werden kann.
Der Begriff „Dialogprozess“
bezeichnet mehr als das, was in der Alltagssprache unter Dialog verstanden
wird. Beim Dialogprozess handelt es sich vielmehr um die Gestaltung der
Kommunikation in einer auf Vielfalt ausgerichteten und zusammengesetzten Gruppe.
In diesem Sinne wurde der „Dialogprozess“ von David Bohm, dem amerikanischen
Quantenphysiker und Chaosforscher, neu definiert. „Dialogprozess“ wird im
Rahmen des Workshops als ein methodischer Ansatz für Organisationen/Individuen
auf dem Weg zu einer lernenden Organisation und zur Integration betrachtet.
Ziele des Workshops:
Inhalte:
PD Dr. Kazuma Matoba: Dozent für Kommunikationswissenschaft und Diversity Management an der Universität Witten/Herdecke und Trainer/Berater für Diversity Management und interkulturelle Kommunikation in Bildung, Unternehmen und Gesellschaft. Er ist Heilpraktiker von der japanischen Heilkunst Johrei in Japan.
Vertiefungsworkshop mit Übungen zur Intensivierung der Patientenwahrnehmung - empathische Wahrnehmung als Ausgangspunkt für ein wahrhaft psycho-somatisches Erfassen des Patienten
Sowohl für unser lebensweltliches Erkennen im Alltag wie für alle Erfahrungswissenschaften kommt neben unserem Denken der Sinneswahrnehmung die Funktion einer unverzichtbaren, nicht reduzierbaren, originären Erkenntnisquelle zu. Im besondern Maße gilt dies auch für die Medizin und die Patientenbegegnung. Der Erwerb ärztlicher Wahrnehmungskompetenz setzt eine eingehende Auseinandersetzung mit dem weiten und höchst differenzierten Feld der Sinneswahrnehmung voraus.
Moderne, phänomenologisch ausgerichtete Erkenntnisansätze zur Sinneswahrnehmung zeigen auf, dass wir über sehr viel mehr Sinne verfügen, als dies gemeinhin angenommen wird. Dabei lassen sich drei große Untergruppen unterscheiden: Sinne, mit Hilfe derer wir den eigenen Leib wahrnehmen; Sinne, die uns die natürliche Umwelt erschließen und Sinne, die uns den anderen Menschen und dessen Befindlichkeit erfahren lassen.
Das Seminar wird eine Übersicht über die einzelnen Sinnesmodalitäten vermitteln und dabei insbesondere deren Bedeutung für die ärztliche Praxis und für das Gewahrwerden des Anderen in Gesundheit und Krankheit nachgehen.
Wahrnehmung, Untersuchung und Anamnese des Patienten bilden die Basis für alles weitere medizinische und therapeutische Handeln. Wie kann man in der Ausbildung zur Ärztin, zum Arzt, zur Therapeutin, zum Therapeuten die Sinne und das Denken so schärfen, dass in der Wahrnehmung und Untersuchung des Patienten ein möglichst umfangreiches Bild vom leiblichen Zustand und vom Befinden des Patienten entsteht? Wie wird man auch auf feine Veränderungen des Organismus, auf gesundende oder sich verschlimmernde Entwicklungen beobachtend aufmerksam? Wie kann man die zeitliche Entwicklung von Krankheits- oder Gesundungsprozessen am Patienten erfassen? Was sind Charakteristika der verschiedenen Sinnesbereiche und was können sie uns über Lebens- und Krankheitsprozesse vermitteln?
Durch gezielte Wahrnehmungsübungen an uns und in der Natur werden die erforderlichen Fähigkeiten erübt. Unter anderem die 4 Elemente erweisen sich dabei als eine geeignete Hilfestellung zur Erfassung von äußerem Befund und innerem Befinden der Patienten.
Dozent:
Dr. med. Friedrich Edelhäuser
Jahrgang 1959
Facharzt für Neurologie
Leitender Arzt der Abteilung für Frührehabilitation am Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke
Lebenslauf
Zivildienst und Praktikum in einem heilpädagogischen Kinderheim bei Stuttgart
einjähriges Hochschulkolleg bei Prof. Dr. W. Schad in Stuttgart
Studium der Pysik, Philosophie und Biologie in Berlin, Würzburg, Tübingen
Studium der Medizin an der Universität Witten/Herdecke
Studentischer Vertreter im Curriculum Komitee der Fakultät, Tutor in der Studentenausbildung, Mitinitiator der damaligen Sommerakademie der Universität Witten/Herdecke
Mitglied in der Dt. Gesellschaft für Elektrophysiologie
Vorsitzender des “Ausschuss für Integrative Medizin und Perspektivenpluralismus“ der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung (GMA)
Mitglied im erweiterten Vorstand der Gesellschaft Anthroposophischer Ärzte in Dtl. (GAÄD)
Arbeits-/Forschungsschwerpunkte
Gesundheit und Krankheit ist eine Frage der inneren Balance der eigenen Mitte. Gibt es ein Zuviel an Gesundheit, als wahrer Polarität zur Krankheit? Wie können Extreme künstlerisch ausgeglichen werden? Was bedeutet zuviel "Dur" gestimmt zu sein oder einseitig in "Moll" zu leben? Inwiefern brauchen wir den atmenden Wechsel zwischen beiden Polen um gesund und sensibel zugleich zu sein? Was kann man darüber durch Kompositionen großer Meister erfahren? Wie helfen uns einfache Übungen zu einem tieferen Erleben? Diese Fragen sollen mit Hilfe der Musik anhand von praktischen Beispielen behandelt und verstanden werden.
Wie funktioniert eigentlich Empathie und was bedeutet das für mich als angehende(n) Ärztin/Arzt?
Einfühlendes Verstehen, Kommunizieren und Verhalten (Empathie) ist in der Medizin zu einem unverzichtbaren Element geworden, weil es nachweislich viele positive Effekte auf die physische und psychische Gesundheit der Patienten hat. Darüber hinaus erleichtert und bereichert eine empathische Interaktion unsere Alltagskommunikation und unsere privaten Beziehungen.
Viele Menschen interessieren sich für das Phänomen Empathie, insbesondere solche, die täglich intensiven Kontakt mit anderen Menschen haben und/oder in einer Helferrolle sind, wie z.B. in der Medizin, Pflege oder Physiotherapie. Auf den ersten Blick ist die Empathie jedoch für viele ein sehr abstrakter Begriff, der nicht richtig greifbar ist. Die Frage nach dem „wie“, d.h. wie funktioniert eigentlich Empathie, ist daher für viele Menschen nicht so leicht zu beantworten. Zudem haben gerade Menschen in helfenden Berufen oftmals Angst vor emotionaler Erschöpfung und Belastung, wenn es um die eigene Empathie in der Patientenversorgung geht.
Im „Schnupperkurs Empathie“ wollen wir gemeinsam diesen Unklarheiten und praktischen Fragen nachgehen. Dabei wird uns das Empathiemodell von Frans de Waal, einem niederländischen Primaten- und Verhaltensforscher, helfen zu verstehen, warum der Mensch von Geburt an empathisch ist und wie Empathie ganz praktisch im täglichen Leben funktioniert. Dieses Verständnis hilft uns als angehender Arzt aber natürlich auch als Mensch, weil uns de Waal’s Modell viele zuvor unbewusst ablaufende Empathieprozesse bewusst werden lässt und uns damit handlungsfähiger macht. Deswegen werden wir in der anschließenden Reflektion intensiv die Frage diskutieren, was man als angehender Arzt aus de Waal’s Modell lernen kann, auch in Hinblick auf die Prävention von emotionaler Erschöpfung und Belastung.
Ich heiße Melanie Neumann, bin 1974 geboren, Medizinsoziologin, promoviert an der Uniklinik Köln im Bereich Empathie und seit 2 Jahren wissenschaftliche Mitarbeiterin im Integrierten Begleitstudium Anthroposophische Medizin (IBAM), Fakultät für Gesundheit, Department für Humanmedizin an der Universität Witten/Herdecke.
Ich forsche und lehre seit einiger Zeit im Bereich der Empathie, vor allem zur Entwicklung ärztlicher Empathie im Rahmen der medizinischen Ausbildung und zum Einfluss ärztlicher Empathie auf das Wohlbefinden von Patienten.
Ich freue mich auf den Schnupperworkshop mit Euch!
Herzliche Grüße!
Melanie
Diätetik - ein aus dem Griechischen stammender Begriff, der ursprünglich einfach nur eine gesunde und geregelte Lebensweise beschrieb. Heutzutage beschreibt dieser Begriff eine Fachdisziplin, die sich mit der Ernährungstherapie auseinandersetzt, sowohl gesunder als auch kranker Personen. Zielsetzung dabei ist die ausreichende Zufuhr jeglicher Makro- und Mikronährstoffe. Dieses Ziel ist mitunter schwer zu erreichen, v.a. wenn aufgrund verschiedenster gesundheitsbedingter Einschränkungen die Lebensmittelauswahl eingeschränkt ist. Solche Einschränkungen können aufgrund von Gendefekten bestehen (z.B. Glykogenosen, Phenylketonurie etc.), aufgrund von Organdefekten (z.B. Nieren- oder Leberinsuffizienz) oder aufgrund von autoimmunologischen Prozessen (z.B. rheumatoide Arthritis).
Im Rahmen des Workshops soll die Bedeutung der Diätetik im klinischen Alltag herausgearbeitet werden. Hierbei wird exemplarisch, ausgehend von einer beispielhaften gesunden Ernährung, ein Tagesplan für einen Patienten gemeinsam erarbeitet. Dieser wird dann am letzten Workshop-Tag gemeinsam gekocht.
Jenny Bouraima wurde am 28.02.1986 geboren. Sie absolvierte 2006-2008 eine Ausbildung zur Diätassistentin an der Uniklinik in Düsseldorf. Momentan studiert sie Humanmedizin ebenfalls in Düsseldorf an der Heinrich Heine Universität.
Führung durch das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke
Das Gemeinschaftskrankenhaus Herdecke ist einer der Klinikstandorte der Universität Witten/Herdecke und war 1982 Gründungsort der Universität und der medizinischen Fakultät. Während der Sommerakademie laden wir euch am Mittwoch Nachmittag zu einem Besuch dorthin ein.
Die Geschichte des ersten und größten anthroposophischen Krankenhauses in der Republik ist ablesbar an der ansprechenden Architektur, die nicht unbedingt sofort das Gefühl vermittelt, in einem Krankenhaus zu sein. Als 1969 der erste Gebäudetrakt mit 192 Betten im Ender Tal eingeweiht wurde, hatte eine Gruppe junger Ärzte unter Führung von Dr. Gerhard Kienle (1923-1983) mit viel Pioniergeist und innovativen Ideen zur Medizin und Pflege die erste Etappe auf einem langen Weg erreicht. Sie wollten die Ideen von Rudolf Steiner und Ita Wegman, die Anfang des 20. Jahrhunderts die Anthroposophische Medizin begründet hatten, für die moderne klinische Medizin fruchtbar machen. Heute verfügt die Klinik über 462 Planbetten in 13 Fachabteilungen und hat als schulmedizinische Arbeitsgrundlage eine hoch moderne medizintechnischen Ausstattung, die das gesamte diagnostische Spektrum für Menschen jeden Alters, vom Neugeborenen bis zum alten Menschen vorhält.
Wir möchten Euch als angehende Ärztinnen und Ärzte willkommen heißen und Euch das Gemeinschaftskrankenhaus und die dort realisierte Praxis einer Integrativen Medizin am Beispiel der Anthroposophischen Medizin vorstellen. Wir werden verschiedene Abteilungen besuchen, um einen Eindruck von der Arbeit und der Atmosphäre auf den Stationen zu erlangen. Ärztinnen und Ärzte werden von Ihren Anliegen und Ihrer Arbeit erzählen. Wir werden Gelegenheit haben, die kunsttherapeutische Arbeit kennenzulernen. Im anschließenden Gespräch könnt ihr eure Fragen stellen, gerne auch zu Themen wie Integrativer und Anthroposophischer Medizin.
„Unterstütze den kranken Menschen darin, seine individuellen Möglichkeiten zu verwirklichen, und in der Auseinandersetzung mit seinem kranken Leib, seinem Schicksal und der Umwelt neue Verwirklichungsmöglichkeiten zu erlangen.“ - So formulierte Gerhard Kienle ein Leitmotiv für ärztlich-therapeutisches Handeln. Es ist heute zum Leitbild für das Gemeinschaftskrankenhaus geworden. Wie sich dies in einer Medizin unter gegenwärtigen Bedingungen realisieren lässt, wollen wir mit Ihnen erkunden.
Wir treffen uns um 14:00 am Haupteingang des Gemeinschaftskrankenhauses (Gerhard-Kienle-Weg 4 58313 Herdecke). Die Exkursion endet um ca. 17:00.
Erziehung und Ausbildung empfehlen: "Tue, wie Dir aufgetragen und Du bist/machst alles richtig."
Freie Kunst schwärmt: " Vergiß all das, folge Deiner Intuition und sei Du."
Und wie kommt man jetzt zu (s)einem eigenem Standpunkt?
Wie(so) helfen Improvisationswerkzeuge heilen?
Vom ich zum ich zum du zum wir zum ......
Wie das Unvorhersehbare schätzen/behandeln lernen?
Erfahrungen und Übungen aus meiner Praxis als
GAI, die Größte Anzunehmende Improvisation via pleasure, avec attention, con humore, das Unvorhersehbare schätzen und gestalten lernen.
Susie Wimmer ist freischaffende Künstlerin in München. Seit 1985 improvisiert, tanzt, singt, spielt, assistiert, choreographiert und inszeniert sie an Staatstheatern und für freie Produktionen aller Kunstsparten im In- und Ausland, ist Mitglied bei den KlinikClowns (seit 2000), bei den Clowns ohne Grenzen (2008), der Blinden – und Sehbehinderten Gruppe die Blindgänger (2005), den Improvisationsgruppen Spielbank 009 und der Gesellschaft für Unvorhergesehenes (2006). Sie ist Gründerin der 'Wimmer Werke‘ (Forum für Soloarbeiten, 2001) und der 'Paradeis Productions‘ (Plattform für Künstlerkooperationen, 2001.
Infos unter www.paradeis-productions.com.
Auf dieser Exkursion, die in die unmittelbare Umgebung der Universität Witten/Herdecke führt, wird vor allem der „pflanzensoziologische Blick“ eingeführt und geschult. Das Sehen-Lernen der Gestalten von Pflanzengesellschaften erlaubt ein neues Lesen der Landschaft und ein Eintauchen in die Standortkräfte Wärme, Luft, Wasser und Erde. Damit wird der Brückenschlag zum menschlichen Organismus möglich und eine Erkenntnis der Heilpflanze als Vermittlerin zwischen Makrokosmos Landschaft und Mikrokosmos Mensch kann aufleuchten.
Bitte mitbringen: Skizzenblock, Malstifte
PD Dr. Hans-Christoph Vahle (*1953) Landschaftspfleger und Vegetationskundler, Mitautor der Monografie über die „Pflanzengesellschaften Niedersachsens“, Lehrveranstaltungen an den Universitäten Hannover, Essen und Vechta, 1993-2000 Mitarbeiter im Institut für Evolutionsbiologie und Morphologie der Universität Witten/Herdecke und hier beschäftigt mit Forschungsarbeiten zur Gestaltbiologie von Pflanzengesellschaften, 2004-2006 Mitarbeiter im Institut für biologisch-dynamische Forschung in Darmstadt, Dozententätigkeit im Institut für Waldorfpädagogik Witten-Annen, in der freien Ausbildung der Landwirtschaftslehrlinge bei Demeter-NRW, im Studiengang Kunsttherapie der Fachhochschule Ottersberg und seit 2009 auch in der Universität Witten/Herdecke im Studium fundamentale und im Integrierten Begleitstudium anthroposophische Medizin. 2009 Gründung der Akademie für angewandte Vegetationskunde.
Was ist Heileurythmie?
Beim gesunden Menschen wirken die Kräfte der physischen, seelischen und geistig-individuellen Ebene harmonisch ineinander. Eine Erkrankung ist eine Störung dieser Kräftekonstellation. Heileurythmie ist eine Bewegungstherapie der Anthroposophischen Medizin, welche diese Ebenen wieder zu einem gesunden Gleichgewicht verhelfen soll.
Die Heileurythmie wird bereits seit 80 Jahren bei akuten, chronischen und degenerativen Erkrankungen erfolgreich angewendet. Sie eignet sich aber auch zur Prophylaxe und bei Lernschwierigkeiten von Kindern, bei Zahnfehlstellungen oder Augenerkrankungen, um nur einige Gebiete zu nennen.
Die Heileurythmie wird vom Arzt verordnet und in enger Zusammenarbeit mit dem Therapeuten wird ein individuelles Therapiekonzept entwickelt. Sie findet als Einzeltherapie statt. Der Patient kann dabei den Heilungsprozess selbst aktiv mitgestalten.
Was wird im Vertiefungsworkshop angeboten?
Ausgehend von einfachen polaren Kräftewirkungen wie Verhärten und Auflösen, Einströmen- Ausströmen in der Gruppenbewegung, werden wir die Bewegungsbeziehung zur Sprache, zur Gestik, zur individuellen Gebärde der Laute hinführen und erleben können. Im Vertiefen in einzelne Krankheitsbilder, im Gespräch und im Hinblick auf eine konkrete therapeutische Anwendung wollen wir die wohltuende Wirkung der Heileurythmie in der Selbsterfahrung kennen lernen.
Ursula Heusser: Geboren in Basel, Schweiz. Eurythmiestudium bei Lea van der Pals, Dornach. Bühnenpraktikum bei Trude Thetter und Friedl Meangya, Wien. 1979-1984 Eurythmie-Lehrerin an der Rudolf-Steiner Schule Zürich. 1984-1995 Mitglied des Eurythmie-Ensembles am Goetheanum. Danach freie künstlerische Projekte, seit 1987 Dozentin am Eurythmeum Zuccoli. Fortbildung bei Annemarie Ehrlich/Den Haag in Betriebseurythmie mit Praktikum in Sekem/Ägypten, 2004. Beraterin und Trainerin in «Selbstmanagement von Kompetenzen nach ipf-Q». Seit 2006 Heileurythmistin. 2010: Witten. Freie Heileurythmie-Praxis und Dozententätigkeit.
Die Homöopathie - Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden - arbeitet mit spezifisch auf die individuellen Krankheitsmuster abgestimmten Reizen, welche den Organismus zur Selbstheilung anregen. Dieser Therapieansatz wurde von dem Arzt Samuel Hahnemann zu Beginn des 19. Jahrhundert im Geiste der europäischen Aufklärung entwickelt und wird seit 200 Jahren erfolgreich angewandt.
Die Grundprinzipien dieses Therapiesystems werden wir erleben, erarbeiten, hinterfragen und praktisch anwenden u. a. auf das Beispiel unseres Sommerakademiepatienten.
Homöopathische Verreibung
Die Verreibung der Arzneirohsubstanzen wurde von Samuel Hahnemann ursprünglich vor allem genutzt, um auf toxische Arzneien nicht verzichten zu müssen. Neben einer Minderung der Toxizität zeigte sich aber bald, dass der Heilimpuls der Trituration reichhaltiger ist als der der Ausgangssubstanz. Diese Aufschließung der Arzneikraft durch die Verreibung wurde später auch von Schüßler bei der Herstellung der Schüßler-Salze sowie von Anthroposophischer Medizin bei der Herstellung Ihrer Arzneien übernommen. Einige neuere Richtungen innerhalb der Homöopathie nutzen die Verreibung nicht nur um die Qualität der Arznei zu erhöhen, sondern auch um im Prozess der Verreibung, im Laufe dieser intensiven Begegnung und Auseinandersetzung mit einer Substanz aus der Natur, etwas von dieser Substanz zu erfahren. So kann eine Verreibung zu einer intensiven Selbst- und Naturerfahrung werden.
Wir werden eine Pflanze von der Ursubstanz bis zur C2 verreiben.
„Integrative Medizin“ wird meist als die Bemühung verstanden, die Schulmedizin durch evidenzbasierte Methoden der Komplementärmedizin sinnvoll zu ergänzen, um den Patienten entsprechend ihren Bedürfnissen in optimaler Weise zu helfen. Unter „Schulmedizin“ wird die moderne „westliche“, naturwissenschaftlich begründete und an Universitäten gelehrte Medizin verstanden, wogegen mit „Komplementärmedizin“ mannigfaltige Methoden bezeichnet werden, die nicht nur materielle, sondern auch immaterielle und spirituelle Wirkfaktoren in Mensch und Natur geltend machen. Viele von diesen stammen aus dem Orient bzw. aus alten, vorwissenschaftlichen Zeitepochen, Kulturen und Traditionen; und zwischen diesen und der modernen Wissenschaft klafft ein Abgrund, was sich nicht selten in polemischen Auseinandersetzungen zwischen Vertretern von Schul- und Komplementärmedizin äußert.
In diesem Vertiefungsseminar wird anhand von eigenen Erfahrungen der Teilnehmer und konkreten Übungen versucht zu zeigen, dass die moderne Wissenschaft der Spiritualität viel näher steht als man oft glaubt. Die Naturwissenschaft eröffnet aus sich selbst heraus den Weg in das Spirituelle; und sowohl die eigene persönliche Erfahrung wie auch die Wissenschaft zeigen, dass der Mensch nicht bloß eine molekulare Maschinerie, sondern eine lebendige, seelische und geistige Ganzheit ist, die auch mit Lebendigem, Seelischem und Geistigem um sich herum, in Natur und Kosmos in Beziehung steht, was für die Fortentwicklung der Medizin von großer Bedeutung ist.
Univ.-Prof. Dr. med. Peter Heusser: MME (UniBe). Medizinstudium in der Schweiz. Weiterbildung in Allgemeinmedizin und anthroposophisch erweiterter Medizin. Viele Jahre als praktischer Arzt in der anthroposophischen Tumortherapie in der Lukas Klinik in Arlesheim, Schweiz, tätig. 1995-2009: Aufbau der Dozentur für Anthroposophische Medizin am Institut für Komplementärmedizin der Universität Bern. Seit Juli 2009 Inhaber des Gerhard Kienle Lehrstuhls für Medizintheorie, Integrative und Anthroposophische Medizin, Fakultät
für Gesundheit der Universität Witten/Herdecke. Wissenschaftliche Tätigkeit im Bereich
anthroposophische Onkologie und Lebensqualität, homöopathisch potenzierte Substanzen, Kunsttherapie, Ausbildungsforschung, Medizintheorie.
Japanische Heilkunst OPT wurde von Mokichi Okada erfunden und durch MOA (Mokichi Okada Association) weiterentwickelt. OPT ist nicht nur in Japan, sondern auch in den USA und in Südamerika sehr verbreitet. OPT wird wirksam, indem eine Person durch das Hochheben ihrer Hand spirituelles Licht ausstrahlen lässt. Dadurch entwickelt sich die Naturheilkraft des Behandelten und eine reinigende Wirkung tritt ein. Das spirituelle Licht ist unerschöpflich und überall im Universum anwesend. Es nährt alle Kreaturen, einschließlich den Menschen. OPT nutzt die Energie dieses Lichts, die durch die Verschmelzung der Elemente Feuer, Wasser und Erde entsteht, zur Behandlung der tiefer liegenden Krankheitsursachen.
PD Dr. Kazuma Matoba ist als Privatdozent für Interkulturelle Kommunikation und Diversity Management in der Fakultät für Kulturreflexion der Universität Witten/Herdecke tätig. Seit 1998 führt er zahlreiche interkulturelle Trainings für verschiedene Unternehmen wie Daimler AG durch und forscht seit 1999 zum Thema 'Diversity Dialogue' für verschiedene Institutionen weltweit. Gleichfalls liegen zahlreiche Veröffentlichungen zur Inter- und Transkulturellen Kommunikation vor.
Neben seiner akademischen Tätigkeit veranstaltet Dr. Matoba Workshops und Seminare für japanische Heilkunst OPT in Deutschland. Er ist Mitglied von MOA Europa.
Eine lebhafte Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation nach M. Rosenberg
Die Gewaltfreie Kommunikation ist eine kraftvolle Methode, die seit über 40 Jahren Menschen hilft, verbunden mit sich selbst und mit dem Anderen einen einfühlsamen und transformativen Umgang mit Konflikten zu finden.
In diesem Workshop widmen wir uns den spannenden Erkenntnissen dieser Methode mit vielen praktischen Übungen, um zu erfahren, wie Konflikte und Spannungen mit PatientInnen, KollegInnen, Vorgesetzten, Pflegekräften konstruktiv verwandelt werden können.
Wir werden u.a. mit folgenden Themen arbeiten:
Konfliktpotentiale sind Lernpotentiale!
Raphael Lavoie-Brand hat Politikwissenschaft und Soziologie studiert und mehrere Ausbildungen in Gewaltfreier Kommunikation absolviert. Er greift selbst auf eine 6-jährige Erfahrung mit dieser Methode zurück und bietet deutschlandweit Workshops vorwiegend für Studierende an. Dieser Workshop wurde in Kooperation mit Medizinstudierenden und ÄrztInnen speziell für die Sommerakademie konzipiert.
Den Teilnehmern soll die Möglichkeit geboten werden, über die Selbsterfahrung einen individuellen Einblick in die anthroposophische, bildende Kunsttherapie zu gewinnen.
Als Material dient uns dafür der Ton. Neben kleineren Übungen werden für die Vertiefung zwei Wege für die Woche zur Auswahl stehen: Das Plastizieren eines Reliefs oder das einer so genannten „Verwandlungsreihe“. Als weiteres Angebot gibt es eine gemeinsame viergliedrige Plastikbetrachtung, die in der Kunsttherapie als Schulungsweg und diagnostisches Mittel dient.
Rico Queißer: Jahrgang 1981, Erstberuf Werbegestalter mit Schwerpunkt Printmedien, seit 2009 Diplomkunsttherapeut (Studium an der Fachhochschule Ottersberg) und derzeit in einem Weiterbildungsstudium in klinisch anthroposophischer Kunsttherapie am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke.
Clown-sein, wie ich es erlebe, hat nicht viel gemeinsam mit unserer althergebrachten Vorstellung des Zirkusclowns. Es ist für mich viel eher eine Lebenshaltung: mit einer liebenden Grundhaltung aufmerksam durchs Leben gehen, in den alltäglichen Aufgaben und Begegnungen das spielerische Potenzial sehen, dem inneren Kind mit seiner Begeisterungsfähigkeit, seiner Entdeckernatur, seiner ungefilterten Freude, aber auch seinem Schmerz wieder mehr Raum geben, weniger fernsehen, mehr selber leben. Meine Hoffnung für diesen Workshop ist es, gemeinsam dieser inneren Haltung wieder mehr auf die Spur zu kommen.
Am Donnerstag werden wir zu einem gemeinsamen Clinikclowning das Altenheim in Witten besuchen!
Hannes Pable und Markus Meznik von Einherz e.V.
Meditation: Sind klinische Arbeit und achtsame Arbeitshaltung überhaupt kompatibel?
Wir alle kennen es: der klinische Alltag ist geprägt von vielfältigen Aufgaben, Regeln und Zwängen therapeutischer wie nichttherapeutischer Natur. Läßt sich in diesem Rahmen überhaupt eine die verschiedenen Ebenen des Menschen umfassende Arbeitshaltung etablieren und aufrecht halten? Beispiele aus dem Alltag möchten hierzu anregende Versuche beitragen.
Martin-Günther Sterner: Aufbau einer integrativen Medizin am Klinikum Niederlausitz GmbH.
Lehrtätigkeit für Anthroposophische Medizin (In- und Ausland)
Aufbau und Leitung des Modules "Anthroposophische Medizin" des Studienganges "Master für komplementäre Medizin-Kulturwissenschaften-Heilkunde an der Viadrina-Universitöät Frankfurt/Oder.
Mitbegründer und Vorstand der "Akademie Heilkunst", Dresden.
Mitbegründer des "Integrierten Begleitstudienganges Anthroposophische Medizin" an der Universität Witten/Herdecke:
Arbeitsschwerpunkte sind die Integration der verschiedenen therapeutischen Ansätze durch achtsame und meditiative Methodik im klinischen Alltag sowie die Weiterentwicklung eines integrativmedizinischen Systemes.
Osteopathie - eine Welt voller Berührung
Diese Art osteopathischer Berührung stützt sich auf ein osteosophisches Konzept und lässt sich adaptieren in verschiedenen Formen der 'Hands-on und Hands-off'- Palpation.
In einer vier Stunden langen Einführung bekommt man einen lebendigen Einblick in das osteopathische Palpationspanorama und lernt sanfte Test- und Behandlungsformen der Osteopathie kennen. Da Herz und Hand in der osteopathischen Palpation eine zentrale Rolle spielen, wird dieser Zusammenhang extra 'berührt'.
Jean-Marie Beuckels, D.O. BSc (Hons), MSc:
Geburt, Kindheit, Jugend, und Schule in Brügge (Belgien). Nach einem Latein-Griechisch-Abitur absolvierte er einen Masterstudiengang in Motorischer Rehabilitation. 1988 bis 1998 durchlief er europaweit verschiedene Osteopathie-Studien, mit Abschluss mehrerer akademischer Titel.
Heute lebt er als niedergelassener Osteopath am Meer, in Belgien. Zeitgleich arbeitet er auch als Lehrer für Osteopathie und Osteosophie an verschiedenen Instituten, Hochschulen und Universitäten innerhalb Europa, Amerika und Russland.
Beuckels ist seit 2003 Lehrbeauftragter für Osteopathische Medizin und Leiter des Fachbereichs Osteopathie, Osteopathische Medizin und Osteosophie am Zentrum für Integrative Medizin der Universität Witten/Herdecke. Seine wissenschaftlichen Interessen liegen im Bereich von osteopathischen integrativen Behandlungsmodellen und osteosophischer Medizintheorie.
Die Meridian-Übungen beinhalten 6 einfache und wirkungsvolle Yoga Stellungen, die jeweils 2 Energieleitbahnen (Meridiane) im Körper aktivieren.
Hiermit hat man ein umfassendes, praktisches Gesundheitsprogramm, da alle Organfunktionen nach der chinesischen Medizin mit einbezogen werden.
Jede Übung kann als Single-Version allein oder - noch besser - als Partnerübung ausgeführt werden!
Im Seminar wird die Übungsabfolge paarweise praktiziert.
Haltungskorrekturen dienen dazu, die Wirkungsweise zu erfahren, um sie später selbstständig durchzuführen.
Es beinhaltet ebenfalls Grundzüge aus der chinesischen Medzin hinsichtlich der Übungen und den dazugehörigen Zusammenhängen.
Das Übungssequenz fördert:
Ilka Stoedtner: Dipl. Soz. Pädagogin und Heilpraktikerin für chinesische Medizin und Körpertherapie;
Tajiquantrainerin.
Längst ist es wissenschaftlich anerkannt – die Förderung von Patientenkompetenz ist eine zentrale Säule der Behandlung von Menschen mit chronischen Erkrankungen. Dabei widersprechen sich die Begriffe Kompetenz und „Patient sein“ ja scheinbar diametral. Der Leidende, Hilfesuchende, kommt er nicht gerade, weil er meine Kompetenz als Arzt/Ärztin sucht? Wie kann es mir gelingen, Leidende wieder in ihre eigene Kompetenz zu bringen? Welche Rolle kann ich als Ärztin/Arzt dabei übernehmen?
Das Seminar stellt verschiedenen Methoden vor, mit denen Menschen befähigt werden, ihre eigenen Kompetenzen wahr zu nehmen und zu entwickeln. Dazu gehören zum Beispiel Schulungsprogramme und Entscheidungshilfen. Ich lade Euch ein, die verschiedenen Tools für euch selber auszuprobieren und auf ihre Qualität hin zu überprüfen. Sie erheben den Anspruch, die subjektive, individuelle Perspektive von Patienten in die Behandlung einzubringen. Kann ihnen das gelingen? Derzeit wird im konventionell schulmedizinischen Bereich allerdings unter Patientenkompetenz eher die Fähigkeit zur informierten Entscheidungsfindung und kritischen Bewertung von Therapieoptionen verstanden. Dennoch finden durch diese Konzepte auch erstmalig systematisch subjektive, individuelle Dimensionen von Patienten und Patientinnen in der Arzt-Patienten-Kommunikation Berücksichtigung. Weiterentwicklungsbedarf besteht allerdings noch erheblich dabei, auch das mit einzubeziehen, zu fördern und zu entwickeln, was Patienten und Patientinnen als ihre eigenen, inneren Ressourcen mitbringen. Ihr könnt Einblick erhalten in einen umfangreichen eigenständigen internationalen Arbeits- und Forschungsbereich, der sich rapide entwickelt und für heutige Studierende ein interessantes zukünftiges Forschungs- und Berufsfeld darstellen kann.
Bettina Berger ist promovierte Kulturwissenschaftlerin und derzeit Studienkoordinatorin am Gemeinschaftskrankenhaus in Herdecke und Autorin verschiedener Bücher und Publikationen zum Thema Patientenkompetenz. Im März 2010 erhielt sie den David-Sackett- Implementierungspreis für ein Trainingsprogramm zur Steigerung der Patientenkompetenz.
Bettina Berger (Hrsg.) Raum für Eigensinn- Ergebnisse einer Expertentagung, Essen, Carstens Stiftung 2011 (im Druck)
Bettina Berger: Krankheit als Konstruktion- Diabetes mellitus, Vergleich zwischen Schulmedizin und Homöopathie, Carstens Stiftung 2003.
Der Kurs richtet sich an alle, die Freude haben an einer guten Aussprache, an der Entdeckung ihrer eigenen Stimme, die Lust haben, sich auch mit Gedichten ganz anders als in der Schule zu beschäftigen, die ausprobieren wollen, was alles möglich ist mit der Stimme und den Lauten und auch vielleicht mit ihrer Ausstrahlung auf andere Menschen.
In der Stimme läßt sich auch die Seele vernehmen, auch das Befinden im Augenblick, eigentlich sogar ein gutes Stück Biographie. Ist die Stimme und die Aussprache klar und deutlich und die Stimmlage dem Menschen angemessen, dann ist auch Gesundheit zu vermuten. So soll auch dieser medizinische Aspekt einen Raum einnehmen und die Frage beantwortet werden, wie können wir mit der Stimme, der Atmung und der Körperhaltung an unserem Wohlbefinden arbeiten.
Wir werden das alles in einem Körper-Stimmtraining üben, an unserer Atmung arbeiten und mit allen Sinnen sprechen und hören und sehen. Ich freue mich auf die Arbeit mit Euch.
Mitzubringen sind Socken und bequeme Kleidung, ein Gedicht oder einen kurzen Prosatext und viel Entdeckerfreude.
Blanche Kommerell wurde 1950 in Halle/Saale geboren und studierte 1968 bis 1971 Germanistik und Musikwissenschaft an der Humboldt-Universität Berlin. Von 1972 bis 1974 absolvierte sie eine Schauspielausbildung an der Staatlichen Schauspielschule Berlin (jetzt Hochschule "Ernst Busch") und am Berliner Ensemble. Danach folgten verschiedene Engagements an Theatern in Potsdam, Leipzig, Magdeburg und Berlin (Maxim-Gorki-Theater und Deutsches Theater). Daneben wirkte sie in DEFA- und DDR-Fernsehfilmen mit, u. a. in "Rotkäppchen", "Jakob der Lügner", "Bahnwärter Thiel" und "Die Schauspielerin". 1990 erhielt sie einen noch bestehenden Lehrauftrag für Sprache und Schauspiel an der Universität Witten/Herdecke; sie baute das dortige Studententheater auf und inszenierte seither jährlich, u.a. Shakespeares "Ein Sommernachtstraum" und "Hamlet", Goldonis "Viel Lärm in Chioggia", Tschechows "Drei Schwestern", Millers "Hexenjagd" und Brechts „Der gute Mensch von Sezuan“. Zwischen 1991 und 1998 war sie Dozentin am Fachbereich Theaterpädagogik an der Hochschule (heute: Universität) der Künste in Berlin; von 2005 bis 2009 hatte sie einen Lehrauftrag für Sprecherziehung und Diktion am Institut für Deutsche Literatur der Humboldt-Universität Berlin. Seit 1994 erarbeitete und führte sie mehrere Bühnenmonologe auf. Sie entwickelte und inszenierte Matineen über Marina Zwetajewa, Anna Achmatowa und Annette von Droste-Hülshoff im Deutschen Theater Berlin. Seit mehr als zwanzig Jahren entstanden viele thematisch und formal unterschiedliche literarische Porträts, die sie bei Gastspielen in ganz Deutschland und auch im Ausland vorstellt. 2008 erhielt Blanche Kommerell den Deutschen Sprachpreis der Henning-Kaufmann-Stiftung.
Tai Chi Chuan ist ein jahrhundertealtes chinesisches meditatives Bewegungssystem mit gesundheitsfördernder Wirkung. Zusammengesetzt aus den Wörtern "Tai Chi" (= das Erhabene Letzte oder Höchste Unendlichkeit) und "Chuan" (= Faust) kann es mit "höchstes Prinzip des Faustkampfes" übersetzt werden.
Die Bewegungen werden sehr exakt ausgeführt, damit der Energie- (Chi)fluss durch die Meridianbahnen weder blockiert noch verschwendet wird. Die Unterschiede werden durch gegenseitiges Spüren und Prüfen erfahrbar. Durch die erhöhte Körperwahrnehmung erlangt der Übende ein besseres Gespür für sich selbst.
Die natürliche aufrechte Körperhaltung, die vertiefte Atmung und der meditative Bewegungsfluss bringen den Übenden in einen ganzheitlich gesunden Zustand. Ein altes chinesisches Sprichwort sagt: Wer Tai Chi übt, wird geschmeidig wie ein Kind, gesund wie ein Holzfäller und gelassen wie ein Weiser.“
In dem Kurs führen wir erste Übungen durch, korrigieren unsere Haltung entsprechend den Meridianverläufen und spüren den Energiefluss in verschiedenen Partnerübungen nach.
Ingeborg Flieder, (*1961), Dipl. Sozpäd.
Seit 1984 praktiziere ich Tai Chi Chuan. Ich habe bei Rupert Shonaike meinen Lernprozess begonnen, war dann 10 Jahre lang Schülerin bei Frieder Anders und bin seit 2005 in der regelmäßigen Lehrerfortbildung bei Andreas Heyden. Seit 1996 bin ich durchgängig Privatschülerin von Großmeister K.H. Chu und absolviere bei ihm die jährlichen Prüfungen. Darüberhinaus bin ich Psychodramaleiterin (DAGG) und NLP Praktitioner (DVNLP), sowie Reiss-Motiv Profil Master. Neben meiner Lehrtätigkeit in meiner Tai Chi Schule in Hagen bin ich in der Personalentwicklung eines Großunternehmens tätig. Meine Leidenschaft und mein Gesundbrunnen ist das Tai Chi Chuan.
„Theater als Interaktion“ - Konfliktmanagement nach Methoden von Augusto Boal
Theater ist die menschliche Fähigkeit, sich selbst im Handeln zu beobachten, in der Aktion der /die eigene ZuschauerIn zu sein und das Handeln zu reflektieren und zu verändern. Daraus ergibt sich der Begriff des Zu-schau-spielers, Schauspieler und Zuschauer existieren immer in einer Person. Die Trennung von Zuschauer und Schauspieler ist aufgehoben, indem der Zuschauer zum aktiven Beobachter und Handelnden wird.
Es wird dabei von einem persönlichen Konflikt, einer real erfahrenen Situation ausgegangen. Diese wird in eine ästhetische Bilderwelt übertragen und ist somit zugleich Realität und Fiktion. Theater wird so zum Probehandeln in der Fiktion für die reale Welt. Dies birgt die Chance, kollektiv nach der Lösung eines individuellen Konflikts oder gemeinsamen Erfahrung zu suchen. Die Möglichkeit des Zuschauspielers, zu einer Szene eigene analoge Bilder zu assoziieren, ermöglicht ein Multiplikation der einzelnen Blickwinkel, die Betrachtung von gegebenen Strukturen über den Einzelfall hinaus und das Aufzeigen unterschiedlicher Verhaltensalternativen.
Dozentin:
Eveline Mürlebach ist Theaterpädagogin BuT, Diplom- Künstlerin, Dozentin für Bildende und Darstellende Kunst
Seit mehreren Jahren konzipiere und organisiere ich neben meiner künstlerischen Tätigkeit eigene Theater- und Kunstprojekte im In- und Ausland. Unter anderem in den Bereichen Theater, Kunst und Kultur, Soziokulturelle Bildung und Lebenslanges Lernen.
Dabei kooperiere ich sowohl mit unterschiedlichen Bildungs- und Kulturinstitutionen und Unternehmen als auch fächerübergreifend mit anderen Bereichen, wie z.B. integrative Medizin und Pflege.
Homepage: www.eveline-muerlebach.de
Die Traditionelle Chinesische Medizin ist eine Heilkunde, die sich in mehr als 6000 Jahren in China entwickelt hat.
Die Traditionelle Chinesische Medizin ist eine ganzheitliche Medizin. Nach chinesischer Auffassung bedeutet Gesundheit ein Zustand der vollkommenen Harmonie zwischen den Organen und dem Qi.
Sie basiert zum einen auf der Yin-Yang-Theorie, zum anderen auf der Lehre von den fünf Wandlungsphasen. Bezogen auf den Körper geht man davon aus, dass ein Mensch gesund ist, wenn seine Lebensenergie Qi ungehindert durch den ganzen Körper fließen kann. Wird die Lebensenergie jedoch am freien Fluss gehindert, können Krankheiten entstehen.
In den 50er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts schufen Mediziner der Volksrepublik China während der Kulturrevolution eine einfacher umsetzbare „Kurzversion“ ihrer traditionsreichen Volksheilkunde. Die WHO prägte dafür den Begriff Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Seit den 70er-Jahren erobert die TCM den Westen. Heute ist sie in Deutschland ein boomender Markt.
Die chinesische Medizin basiert auf der Jahrtausende alten chinesischen Philosophie des Taoismus, in der das Wissen um das Tao eine wichtige Rolle spielt: Als Tao bezeichnen die Chinesen das Eine, das Allumfassende, das Prinzip, das der Welt zu Grunde liegt. Es ist die innere Gesetzmäßigkeit, die die Natur ordnet, symbolisiert durch den Kreis, eine Linie ohne Anfang und Ende.
In dem Vertiefungsworkshop werden wir eingehen auf:
Chien-Fen Chou ist als Heilpraktikerin für chinesische Medizin in Hamm tätig.